Alles ist in Ordnung – die Maske der Selbsttäuschung
Alles ist super.
Zumindest sagst du das.
Aber warum schläfst du dann nicht richtig?
Warum läufst du im Morgengrauen auf und ab, als würdest du etwas suchen?
Warum knallst du Türen?
Warum wirst du angespannt, noch bevor dein Partner / dein Kind / dein Chef etwas sagt?
Warum explodierst du bei Kleinigkeiten, als hinge dein Leben davon ab?
Warum machst du dein Umfeld schlecht?
Warum wirst du wütend, wenn du glückliche oder erfolgreiche Menschen siehst?
Wenn wirklich alles in Ordnung ist – warum glaubst du dann, dass du schon längst ganz woanders sein müsstest?
Oder fürchtest du einfach die Antwort, die in der Stille liegt?
Vielleicht, weil tief in dir eine Unzufriedenheit arbeitet.
Die Angst vor dem Scheitern.
Die Angst, nicht gut genug zu sein.
Dass eines Tages klar wird: Du schaffst es nicht über diese Latte.
Dass du – egal was du tust – nicht genügst.
Hast du Angst, nicht wichtig zu sein?
Nicht geliebt zu werden?
Du kannst sagen, dass es dir gut geht.
Du kannst lächeln.
Du kannst es zynisch abtun.
Aber dein Körper verrät dich.
Die Energie, die von dir ausgeht, ist deutlicher als deine Worte.
Stark ist nicht der Mensch, der sich einredet, dass alles in Ordnung ist.
Stark ist derjenige, der den Mut hat zuzugeben, dass es sich in diesem Moment nicht so anfühlt.
Das heißt nicht, dass du es in die Welt hinausschreien musst, wenn es dir schlecht geht.
Es heißt nur: Belüge wenigstens dich selbst nicht.
Warum haben wir solche Angst, uns das einzugestehen?
Weil sich dadurch alles verändern kann.
Also – ist wirklich alles in Ordnung?