Solange du beobachtest, ob jemand anderes aufsteht, um einem Fremden zu helfen, oder für einen Mitmenschen eintritt, wenn er Verletzendes hört — während du schweigst, den Blick abwendest und ihn allein lässt — solange schläfst du.
Du bist eingeschlossen in die Erstarrung der Illusion der materiellen Welt. Gefangen in der Gefühllosigkeit, die aus dem Chaos überlasteter Gedanken entsteht.
Den erwachten Menschen interessiert nicht mehr, wer was sagt: er handelt.
Vor den Augen des Erinnernden ist der Schleier verschwunden. Je bewusster er ist, desto mutiger steht er zu seinem Namen, desto freier verbindet er sich in Liebe. Er erlebt wieder das Schweben, das Fliegen in der Höhe — und erfährt geistige Gaben, durch die Berge bewegt werden. Sie stehen uns grenzenlos zur Verfügung, und mit ihrer Hilfe kann sich das Leben auf wundervolle Weise verändern. Alles, wonach sich das Herz sehnt, kann ankommen. Er erkennt: Es gibt kein „gut“ oder „böse“ — Worte und Taten zeigen die Absicht dahinter.
Statistiken, Überzeugung durch Menge und ständiger Vergleich dienen oft nur einem: dich glauben zu lassen, dass es nur einen einzigen Weg gibt. Viele beugen sich ihm, ohne nachzudenken — aus Angst, aus der Reihe zu tanzen, oder weil sie dazugehören wollen. Doch die Absicht einer Gemeinschaft zeigt sich immer darin, wie sie über andere spricht. Hass versteckt sich oft hinter „Liebe“.
Wenn dich jemand (auch du selbst) beruhigt, nur damit die Grenzen bestehen bleiben — damit du glaubst, du müsstest dich vom anderen abgrenzen — dann interpretiere nicht nur mit dem Verstand, was du hörst.
Suche die Antwort in deinem Herzen.
Was fühlst du?
Wenn es sich nicht „gut“ anfühlt, wenn auch nur ein kleiner Zweifel in dir spricht, dann wisse: Die Wahrheit in dir ist das, was du dort fühlst — nicht das, was andere auf dich projizieren wollen. Und wenn du nichts fühlst, ist auch das eine Wahrheit in diesem Moment: du kannst nicht fühlen.
Alles, was freundlich serviert wird, aber ein zweifelhaftes, schlechtes Gefühl in dir auslöst, ist das, was es ist: zweifelhaft — und schlecht.
Glaube an dich. Glaube an die Wahrheit in dir.
Und erinnere dich: Mensch bist du, weil du nicht seelenlos am anderen vorbeigehst. Ein Lächeln, ein Wort, eine kleine Geste — erhebend, stärkend — dadurch erwacht Verbindung am schnellsten zwischen uns Menschen.
Ich sehe dich.
Mit grenzenloser Liebe,
Dajbukát Ildikó
Spirit touch healing