Manchmal entfernt sich ein Mensch so sehr von sich selbst, dass er es nicht einmal bemerkt.

Er zeigt nicht mehr das, was er gerne darstellen möchte, sondern das, was in ihm tobt.

Er schreit andere an, weil Wut in ihm brennt.
Er kritisiert, weil er frustriert ist.
Er beschimpft die „Reichen“, weil er enttäuscht ist.
Er hasst erfolgreiche, beliebte Menschen, weil er neidisch ist.
Er sieht überall nur das Schlechte, weil Angst seinen Blick verzerrt.
Er gibt ständig anderen die Schuld, weil er noch immer in der Opferrolle lebt.
Er macht andere schlecht, weil er sich selbst für ungenügend hält.

Und gleichzeitig erwartet er Freundlichkeit.
Respekt.
Liebe.

Doch er fordert all das wie ein wütendes Rudel schreiender Hunde ein.
Hass spritzt aus ihm heraus, während er sich nach einer Umarmung sehnt.

Schau dich um. Schau dich selbst an.

Der Hass, den du auf fremde Menschen schleuderst, lebt in dir.
Du trägst ihn.
Er gehört dir.

Und was innen zerstört, kann außen nicht aufbauen.
Was du im Außen zerreißt und vernichtest, ist in dir bereits zerbrochen.

Der Mensch spricht das aus, woran er glaubt.
Und das, woran er glaubt, formt sein Leben.

Achte darauf, was deinen Mund verlässt.
Was hast du anderen geschrieben, über andere?

Wo bist du geblieben, Mensch?

Du bist da – ich sehe dich.
Wann siehst du dich selbst?
Wie weit hast du dich von deinem Herzen entfernt?
Wann findest du nach Hause zurück?