GEMEINSAM SIND WIR EINS

Neulich haben wir in einer wundervollen Gemeinschaft über die Spuren von Traumata gesprochen.
Darüber, wie sie uns einsam machen, wie sehr wir uns selbst nicht mehr wahrnehmen und womit wir unsere Zeit füllen, während wir die Bedeutung dessen abwerten, was in uns wirklich geschieht.

Wir suchen liebevolle Verbindung über Titel, Herkunft und materiellen Wohlstand.
So weit haben wir uns von uns selbst entfernt, dass wir nicht einmal bemerken, dass wir auf einer gefrorenen Oberfläche gehen.

Durch Zurückweisungen stuft der Verstand uns als wertlos ein, was wiederum den Drang verstärkt, der Welt zu beweisen, dass wir „jemand“ sind.
Und ja — das sind wir.
Viel mehr als Titel, Erfolge, Herkunft, Rang oder materieller Besitz.

In dem Moment, in dem wir bereit sind anzuhalten und die Eisschicht zu durchbrechen, in dem wir eins werden mit allem — mit anderen, mit dem Nichts — fällt die Rüstung ab.
Die Kraft, die uns bisher nach jedem Scheitern, Verlust oder jeder Enttäuschung wieder aufstehen ließ, vervielfacht sich nun in der Gemeinschaft und trägt alle.
Die Angst löst sich auf, und gemeinsam berühren wir mit Mut unser eigenes Herz und die Herzen der anderen.

Es spielt keine Rolle, woher wir kommen oder was unseren Schmerz verursacht hat.
Der Raum ist erfüllt von Vertrauen, die Welt verschwimmt, und eine Tür in unserem Herzen öffnet sich.

Sanft nehmen wir jene Teile von uns an, die wir einst für minderwertig hielten, und spüren das Gewicht, das unser Herz durch so viele Zurückweisungen getragen hat.
Und wir tun das nicht allein.
Wir tun es gemeinsam — in der Einheit der Liebe.

Es ist nicht nötig, die Geschichte zu erzählen, die uns hierher geführt hat.
Unser Herz weiß es. Es fühlt es.
Und es weiß auch, dass gerade der Mut, die Ausdauer und die Kraft unseres Herzens den Raum erschaffen haben, in dem wir hier und jetzt zu nichts werden durften — etwas, das wir nie beabsichtigt hatten.

Wir ließen die Kontrolle los und legten Enttäuschung und Schmerz in das Nichts, um Raum für Leere zu schaffen.
Und dort konnten wir alles empfangen.

Im dichten Nebel der Stille existierte nur das Vibrieren des Herzens, die durch den Körper fließende Lebensenergie — ihre Schwingung, ihre Elektrizität.
Die Zeit verweilte friedlich in der Stille.

Danke für ein weiteres Wunder, das wir gemeinsam ins Leben gerufen haben.

~ Dajbukát Ildikó
Spirit Touch Healing