(Wenn wir in jedem Augenblick unseres Lebens da sein wollen – und da sein können.)
In jedem Wimpernschlag liegt Fülle. Nicht die Art von Segen, die man in ein Dankbarkeitstagebuch schreibt.
Sondern etwas anderes:
Du brauchst nicht mehr woanders zu sein.
Du möchtest diesen Moment nicht gegen eine höhere Schwingung eintauschen.
Du möchtest das Leben nicht reparieren.
Du möchtest die Wirklichkeit nicht spiritueller polieren.
Du schmückst sie nicht mit wohlklingenden, erleuchteten Erklärungen aus.
Es regnet? Es regnet. Du lachst? Du lachst. Es tut weh? Es tut weh.
Und dennoch liegt Ganzheit in all dem. Du lebst es. Du bist darin, und es ist in dir.
Es ist die Erkenntnis, dass das Leben selbst mit all seinen Unvollkommenheiten über sich hinausfließt.
Der Vogel weiß nicht, welche Frequenz sein Gesang hat. Der Baum, den du umarmst, weiß nicht, dass er spirituell ist. Der Fluss, in dem Zeremonien stattfinden, möchte nicht erleuchtet werden.
Sie tun einfach, was sie tun. Sie sind.
Und auch das Herz ist nicht deshalb vollständig, weil gerade jemand seine Hand hält – oder eben nicht.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Mensch alles genau dort verkompliziert, wo es nicht mehr genügt, einfach zu leben. Sofort sucht er nach Bedeutung, Rang, Berufung, einer höheren Ebene oder einem tieferen Sinn.
Dabei passt das ganze Universum in einen einzigen Augenblick: am Ufer sitzen, die Wolken betrachten und nichts anderes werden wollen als der Mensch, der man gerade ist.
Ich genieße es, Mensch zu sein.
Das ist der lang ersehnte, alltägliche „Portaltag“.
Und ich möchte keinen einzigen Augenblick davon verlassen.
In Liebe,
Ildikó Dajbukát
spiritenergy.hu
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