Am Morgen machte ich mich in festlicher Stimmung auf den Weg zum neuen Büro. Ein Umzug hat immer ein eigenes Gefühl: Etwas schließt sich, etwas öffnet sich.

Als ich zwischen Wiesen und Wäldern fuhr, die den Morgendunst ausatmeten, begann in mir plötzlich ein innerer Film — ganz genau, detailreich — mit Szenen, bei denen ich körperlich nicht anwesend war und doch beteiligt war.
Ich sah und hörte Telefonate, Absprachen, hastige Bewegungen.

Nichts daran war überraschend: So laufen diese Hintergrund-Szenen ab. Und meine Abwesenheit war noch nie ein Hindernis, um zu sehen — zu wissen — was geschieht.

Bis ich ankam, hatte der innere Film bereits alles erzählt. Ich wusste, was auf mich wartet, dass die Möglichkeit der Wahl genommen war. Und als ich das neue Büro betrat, stand alles genauso da, wie es sich unterwegs in mir gezeigt hatte: beschäftigte Blicke, gespannte Stille und die Energie bereits vollendeter Handlungen.

Der Stuhl wartete. Der „Rest“.
Der Platz vor der großen Vitrine, im Licht — sichtbar für jeden, der vorbeigeht. Der helle Punkt, auf den ein anderer verzichtet hat, den er zurückließ, vielleicht weil er zu offen, zu sichtbar, zu ehrlich war.

Ich setzte mich. Und als ich die imposanten Villen am Hang betrachtete, die Welt vor mir, lächelte mir ein Mann zu, der auf dem Gehweg ging — und ich verstand etwas.

Der Hintergrund wirkt sicher für jene, die es gewohnt sind, dort zu sein. Aus der Stille heraus zu funktionieren, hinter den Kulissen zu beobachten, Raum zu geben, zurückzutreten, andere vorzulassen.

Doch aus diesem neuen Raum heraus sah die Ecke, an die ich früher glaubte, nur noch wie eine graue Höhle aus — von der aus man nur kleine Ausschnitte der Welt sehen kann. Nichts als Gewohnheit.

Man muss nicht wissen, wie es geschieht. Die Umstände ordnen sich so, dass du genau dort landest, wo du wirklich etwas zu tun hast. Selbst Bewegungen, die (scheinbar) gegen dich geschehen, bereiten in Wahrheit ein Ankommen vor — deins. Das Universum nimmt Absicht präzise wahr — genauso wie Worte, Erklärungen und auch das Schweigen.

Dort saß ich im Licht, erfüllt von einer einfachen, friedlichen Freude. Nicht weil ich es erkämpft hätte, nicht weil ich Spiele spielte oder über jemanden hinweg wollte. Ich brauchte keine geheimen Bündnisse. Sondern weil ich angekommen war — an dem Platz, der für mich bestimmt war.

So geschieht es auch mit dir.
Und oft machen es genau die möglich — mit Absicht oder ohne es zu wollen — die nur ihre eigenen Interessen sehen.

Ich bin dankbar. Denn von mir aus hätte ich das Licht wieder verschenkt.

~Dajbukát Ildikó
Spirit touch healing
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