Erdbeben rütteln die Schlafenden wach.
Vulkane brechen an die Oberfläche, glühend, unaufhaltsam.
Aus der Sonne brechen Eruptionen hervor und senden Stürme durch jedes Gerät, jedes Nervensystem, jede Ideologie.
Flüsse überfluten Felder, Häuser von Menschen, die Fundamente alter Systeme.
Feuer, Wasser, Erde, Luft.
Alles bewegt sich. Alles spricht. Alles bebt.
Und währenddessen…
wütest du. Diskutierst. Erklärst deine Wahrheit.
Du spannst dich an, greifst an, verteidigst dich.
Und bemerkst nicht:
was du im anderen anklagst, fleht in dir selbst um Gehör.
Die Worte über Liebe hörst du kaum noch.
Selbst wenn du sie liest, erreichen sie dein Herz nicht.
Denn würden sie es erreichen, würdest du dich nicht zurückziehen, sondern die Hand ausstrecken.
Du würdest nicht zurückschlagen, sondern erkennen, dass auch du verwundet bist.
Die Erde spiegelt uns.
Die Kälte.
Dabei könnte sie auch Versöhnung spiegeln — wenn wir es zuließen.
Bist du fähig, deine innere Waffe niederzulegen?
Nicht im Kommentar unter einem Beitrag.
Nicht in der Erleichterung nach einer Meditation.
Nicht bis zum Ende eines Gottesdienstes.
Sondern im Alltag.
Dort, wo du bisher Wut, Demütigung und Hass auf andere entladen hast.
Bist du bereit zuzulassen… dass endlich Frieden in dir einkehrt?
Nicht nur darüber zu sprechen, sondern die Liebe wirklich zu leben —
die du hier so oft geteilt hast
und die dir in Wahrheit am meisten fehlt.
Denn jetzt steht nicht Theorie auf dem Spiel.
Sondern etwas Sichtbares, Messbares, Zerstörerisches — oder Heilendes.
Je nachdem, was wir wählen.